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Entspannungstraining und Gesundheit

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass psychische Belastungen und Stress eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von gesundheitlichen Beschwerden spielen. Psychologische Entspannungsmethoden haben dementsprechend in den letzten Jahren im Sinne einer Therapie oder Vorbeugung ( Prophylaxe ) ohne schädliche Nebenwirkungen an Bedeutung gewonnen.

Das in Deutschland von Professor J.H. Schultz in den zwanziger Jahren geschaffene Autogene Training und das in den USA etwa zeitgleich von Dr. Edmund Jacobson entwickelte muskuläre ansetzende Entspannungstraining (Progressive Relaxation ) sind unter der Vielzahl der verschiedenen Entspannungsmethoden am weitesten verbreitet und am besten erforscht.

Entspannungstraining kann die Fähigkeit verbessern, Alltagsbelastungen in günstiger Weise zu bewältigen, kann die Gesundheit stärken und die Lebensqualität erhöhen. Dabei darf Entspannungstraining natürlich nicht als ein allumfassendes Patentmittel zur Lösung alle Lebensprobleme missverstanden werde. ( kein Allheilmittel ) Aber das regelmäßige Üben ist im Sinne eines gesundheitlichen Schutzfaktors ein wichtiger eigener Beitrag, um die seelische und körperliche Gesundheit zu schützen und zu stärken.

Die Progressive Relaxation hat bisher in Deutschland einen verglichen mit dem Autogenen Training eher geringen Bekanntheitsgrad. Doch es werden zunehmend Kurse zu dieser Methode angeboten, da diese vielen Teilnehmern wegen des pragmatischen und handfesten Charakters zumindest als Einstieg in das Entspannungstraining mehr zusagt als das Autogene Training. Während beim Autogenen Training in aller Regel viel Geduld bis zu den ersten spürbaren Wirkungen aufgebracht werden muss, werden bei der Muskelentspannung meist bereits nach den ersten Übungen Entspannungsempfindungen wahrgenommen. Ein weiterer Grund für das wachsende Interesse an der Relaxation liegt darin, dass diese Methode als das durch wissenschaftliche Studien am besten untersuchte und in seinen positiven Wirkungen am überzeugendsten belegte Entspannungsverfahren gilt.

Zusammenhang zwischen psychischer und muskulärer Spannung

Edmund Jacobson beschäftigte sich als Arzt und Wissenschaftler zu Beginn unseres Jahrhunderts intensiv mit der Funktionsweise der Muskulatur. Dabei fiel ihm auf, dass innere Unruhe, Stress und Angst mit Anspannung der Muskulatur einhergehen. Ein Mensch, der innerlich angespannt oder ängstlich ist, ist meist auch muskulär angespannt. Allerdings führt nicht nur psychische Anspannung zu höherer Muskelentspannung. Es gilt auch der umgekehrte Fall, dass erfahrungsgemäß eine Lockerung der Muskulatur mit einem Ruhegefühl einhergeht. Wir haben es hier mit einem Zusammenhang zwischen Psyche und Körper zu tun, der in beide Richtungen besteht: Die Psyche wirkt auf den Körper und umgekehrt können körperliche Veränderungen auch Änderungen im psychischen Befinden hervorrufen. Sowohl körperliche als auch psychische Spannungen findet dementsprechend ihren Ausdruck in der Verkürzung von Muskelfasern. Dabei wird das Wort Spannung sowohl für die "normale" Anstrengung verwandt, die in jeder - also auch gesundheitlich günstigen - Aktivität steckt, als auch für überfordernde, krankheitsbegünstigende körperliche und / oder psychische Anstrengungen.

Eine große Anzahl der "Zivilisationserkrankungen" wird nach Jacobsons Auffassung in ihre Entstehungsbedingungen vor allem durch die Annahme einer gestörten persönlichen Ökonomie verständlich, wenn die mit der Lebensbewältigung verbundenen individuellenkörperlichen und psychischen Anstrengungen auf der neuromuskuläten Ebene zu Überlastungen führen. Dabei widerspricht er nicht der Annahme einer erblichen Veranlagung in Bezug auf eine Vielzahl von Erkrankungen. Vielmehr geht er von einem Vielschichtigen Bedingungsgefüge aus. Allerdings weist er dem Risikofaktor der körperlichenund psychischen Überlastung einen wesentlichen Stellenwert in Hinblick auf die Entstehung von Erkrankungen zu.

Geistige Aktivitäten beeinflussen nicht nur die Willkürmuskulatur, sondern auch im Sinne reflexartiger Reaktionen die unwillkürliche Muskulatur. Diese Annahme macht die Entstehung von Fehlregulationen in Hinblick auf die Funktionen der Organe verständlich. Beispielsweise können spannungsbedingte Verkrampfungen der Herzkranzgefäße bei entsprechender Vorschädigung zu Angina pectoris oder auch Herzinfarkten beitragen. Ebenso können durch neuromuskuläre Überstimulationen Störungen und Erkrankungen der Verdauungsorgane, Bluthochdruck, arthritische Beschwerden, Störungen des Nervensystems und  der Psyche mitbedingt werden.

Die Methode

Durch diese Methode soll dem Übenden eine möglichst tiefgehende Entspannung ermöglichte werden. Hierbei versteht Jacobson unter Entspannung die direkte Umkehrung von nervöser Erregung, insbesondere das Aussetzen von Muskelkontraktionen.
Durch die Muskelentspannung werden die Selbstheilungskräfte stimuliert, wodurch positive Effekte auch bei Erkrankungen erreichbar sind, die nicht durch übermäßige Spannung bedingt worden sind.

Forschungsergebnisse

Forschungsergebnisse belegen einen positiven Einfluss auf eine Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden:

  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Herz - Kreislauferkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Abwehrschwäche...

Studien zeigen eindeutig, dass eine Vielzahl von Behandlungen durch die Entspannungsmethoden deutlich unterstützt werden können. Beispielsweise vertrugen Krebspatienten, die mit Chemotherapie behandelt wurden und gleichzeitig Progressive Relaxation und positive Vorstellungsübungen praktizierten, die Chemotherapie wesentlich besser als Gruppen ohne die Entspannungstherapie. Wesentlich weniger Übelkeit und Erbrechen trat auf.

Zum Erlernen

Es ist zu beachten, dass die geschilderten gesundheitlichen Vorteile in aller Regel nicht sofort nach Übungsbeginn auftreten. Es sollte von einer mehrwöchigen Übungszeit mit täglichen Übungen ausgegangen werden. Wir haben dann eine längerfristig wirksame Methode der Selbsthilfe zur Verfügung, die nach dem Erlernen weitergeübt werden sollte.

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Copyright (c) Monika Sangermann
Praxis für ganzheitliche Entspannungs-, Bewegungs- und Gesundheitspädagogik, Ernährungs- und Gesundheitsberatung. Alle Rechte vorbehalten.
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