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Stress lass nach ...

Was ist Stress ?

Schlagen Sie in einem Lexikon unter dem Begriff Stress nach, finden Sie etwa folgende Definition: " Stress ist die seelische ( gefühlsmäßige ) und körperliche Reaktion auf Ereignisse der Umwelt und auf Ereignisse in uns selbst, die wir als bedrohlich erleben, unser Wohlbefinden bewerten wir als eingeschränkt." Stress ist heute schon lang kein Modewort mehr. Viele Menschen sterben sogar an den Folgen von Stress. Alles, was wir erleben, kann Stress bedeuten; der Stress hat viele Gesichter. In unserer schnelllebigen Zeit ist niemand von Stress verschont; wer das von sich behauptet, ist entweder tot oder lebt allein auf einem hohen Berg.

Ein individuelles Phänomen

Die Einflüsse von Stress sind sehr vielfältig, so kann körperlicher Schmerz genauso ein Stressfaktor sein wie der emotionale Zustand des Verliebtseins. Lärm und grelles Licht können ebenso Stress auslösen wie Termindruck oder das Aufschieben von wichtigen Angelegenheiten. Finanzielle Sorgen können genauso "stressig" sein wie der Hass auf einen anderen Menschen. Immer wenn der Körper Energie dafür aufbringt, etwas zu verarbeiten, kann das eine Stressquelle sein. Unter Stress steigt zum Beispiel unser Muskeltonus Spannung ) deutlich an. Dauerspannung fürhrt dann zu körperlichen Symptomen wie Verspannungen, Verkrampfungen und Muskelverhärtungen. Diese Beschwerden sind immer ein Zeichen von Überbeanspruchung, und das leider nicht nur nach sportlich erbrachter Leistung, sondern auch bei emotionaler Überforderung.

Krankheit ist ein Alarmsignal; man muss einhalten und nachdenken:

  • Habe ich etwas falsch gemacht ?
  • Was kann ich in Zukunft besser machen als bisher ?
  • Welche Gewohnheiten sind eventuell nicht gut für mich ?

Krankheit heißt oft auch: ich muss mich ändern.

Wichtig ist :

  • Bewegung
  • knappe und abwechslungsreiche Kost
  • Autogenes Training
     

Die Zeitbombe in unserem Inneren

Stress, den wir nicht verarbeiten, wirkt also in uns weiter. Den Energiestau, den wir durch Stress verursachen können, ist vergleichbar mit einer tickenden Zeitbombe. Anstatt die eigene Stressquelle aufzuspüren und den "Zünder" der Bombe zu suchen, z. B. den ständig nörgelnden Chef, den Anblick des hässlich, abgewohnten Sofas, ...verbeißen wir uns in unsere Sichtweise der Dinge und produzieren auf diese selbstschädigende Weise immer mehr Zündstoff für unsere eigene Bombe. Der persönlichen Handlungsmöglichkeit sind während  Stresssituation auf ein Minimum reduziert. Wir haben keine Energie mehr frei, um eine Einstellungsänderung anzustreben, z. B. eine Aussprache mit dem Chef herbeizuführen, einen Überzug für das  Sofa zu nähen, sich an dem Krähen des wunderschönen, stolzen Hahnes zu erfreuen, um so die Bombe zu entschärfen. Wir sorgen unausweichlich dafür, dass die anstehende Explosion unüberhörbar wird und sich mit voller Wucht in unserem Körper und unserer Seele entlädt.

Unser Handeln und Fühlen befindet sich in Stresssituationen auf einer Einbahnstraße, der Blick nach Außen, die Suche nach Lösungsmöglichkeiten ist uns durch die hohe Energieaufbringung für den Stressauslöser versperrt. Durch das Erlernen des AT stellt mancher Übende fest, dass es Nebenstraßen gibt, die ein Abbiegen von dem eingefahrenen Weg möglich machen.

Veränderung löst Stress

  • Verändern Sie aktiv etwas in Ihrem Leben ! Ärgern Sie sich nicht mehr über die alten Blumen, schmeißen Sie sie einfach weg. Der Frust über ein zu eng gewordenes Kleid ist unnütz, essen Sie weniger oder machen Sie das schöne Stück weiter. Tragen Sie immer schwarze Schuhe, kaufen Sie einfach einmal ein Paar knallrote.
  • Sie denken jetzt vielleicht, was denn solche Kleinigkeiten nützen. Ein schlauer Ausspruch lautet: " Die Lösung eines kleinen Problems ist bereits die Teillösung eines großen Problems.
  • Wenn Sie ein ständiger Ja - Sager sind und sagen zum ersten Mal "Nein, das tu ich nicht!" , hat sich unweigerlich etwas verändert.
  • Sind Sie der ständige Besserwisser und mischen überall mit, halten Sie sich einfach mal zurück - und es hat etwas verändert.

Eustress und Disstress

Wir werden dem komplexen Thema Stress nur gerecht, wenn wir nicht mehr alles in einen großen "Stresstopf" werfen, was unsere Nerven reizt. Von dem berühmten Stressforscher Prof. H. Selye stammt der kühne Ausspruch "Stress ist das Salz des Lebens". In Wirklichkeit ist die Reizung unserer Sinne sehr nützlich, sonst würden wir zu, Beispiel bei der Arbeit einschlafen. ( was einigen Berufsgruppen sogar nachgesagt wird ) Man unterscheidet heute zwischen den sogenannten Eustress ( eu: griech. = gut, wohl ) und dem Disstress (distrengere: lat. = spannen, foltern ).

Die gesunde Anstrengung...

Was ist Eustress ? Alles, was wir subjektiv positiv erleben und bewerten. Rufen Sie zum besseren Verständnis einmal einen Tag aus Ihrem Leben in Ihr Gedächtnis, an dem Sie überdurchschnittlich viel "geschafft" haben. Viele Dinge mussten erledigt werden, wichtige Entscheidungen wurden getroffen, Sie wurden mit unvorhersehbaren Konflikten konfrontiert und haben eine zufriedenstellende Lösung gefunden.

Am Abend des selben Tages stellen Sie fest, dass Sie körperlich vielleicht erschöpft sind, aber keine Muskelverspannungen haben, Ihr Körper hat sich im Tagesablauf in einer guten Spannung befunden ( = Eutonus ). Obwohl Ihre Gehirnzellen die meiste Zeit in voller Aktion waren, verspüren Sie keine Kopfschmerzen. Ebenso haben Sie trotz überdurchschnittlich hoher, emotionaler Anspannung ein zufriedene Gefühl. An einem solchen Tag können Sie sicher davon ausgehen, dass Sie viele Eustress - Situationen erlebt haben.

... und die Anspannungsfolter

Was ist Disstress ? Alles, was wir subjektiv und dauerhaft als negativ erleben. Holen Sie wieder zum besseren Verständnis einen Tag aus Ihrem Leben in Ihr Bewusstsein. Sie hatten sich viel für diesen Tag vorgenommen, stellen aber am Abend frustriert fest, dass Sie nur die Hälfte Ihres Tagesprogramms erreicht haben. Ihr Körper fühlt sich nach einer solchen Bewertung kraftlos und erschöpft. Ihr Nacken ist vielleicht verspannt und Ihre gut bekannten körperlichen Schmerzstellen melden sich wieder. Obwohl Sie viel gegrübelt und damit Ihr Gehirn malträtiert haben, konnten Sie an diesem Tag keinen klaren Gedanken fassen. Das Ergebnis: Am Abend ist Ihr Kopf schwer, und Sie können noch nicht einmal Ihre Lieblingssendung im Fernsehen richtig genießen. An solchen Tagen befindet sich Ihr Körper in einem negativen Spannungszustand ( = Systonus ). Ihre persönliche Bewertung des Tages lässt kein besseres Ergebnis zu.

Vom krankmachenden Stress

>Man muss sich seiner Schwächen bewusst sein und zielstrebig etwas dagegen unternehmen.

Sie reagieren auf die Stressoren  ( Chef, Mitarbeiter ... ) mit einem Ansteigen des Blutdrucks, des Blutzuckerspiegels, der Magensäureausscheidung, mit einer Gefäßverengung.

Seley sagt: Jeder Mensch hat eine best. Reserve an Lebensenergie mitbekommen. Wird diese in einem Leben voller Stress schnell verbraucht, so kann es zu einem Zusammenbruch eines Organs und zur vorzeitigen Schrumpfung des Thymusdrüse sowie zum vorzeitigen Altern kommen.

Für Seley sind Hass, Ärger, Angst, Frustration die schlimmsten Stressoren.

Um nun nicht den - vom Standpunkt der Natur aus - sinnvollen Weg in die Krankheit gehen zu müssen, hat ein solcher Mensch die Wahl zwischen Abschalten - durch intensiv betreibende Hobbys - und Umschalten durch ein systematisch durchgeführtes AT. Eine dritte Möglichkeit ist die vom Verstand her geleitete Stressbewältigung, die darin besteht, dass man nicht auf Stress reagiert ( = Resonanzdämpfung der Affekte ) oder versucht, die Stressquelle, z. B. Lärm, zu beseitigen.

Ein ausgewogener Rhythmus zwischen Arbeit und Leistung auf der einen Seite sowie Entspannung und Erholung auf der anderen Seite ist wichtig.

Lebensenergie:

  • Lachen
  • Umgang mit positiv eingestellten Menschen
  • Tiefes Einatmen
  • Yoga
  • mehrmaliges Klopfen mit den Fingerkuppen auf das Brustbeindrittel ( Erkältung )
  • Konzentriertes Beten in der Entspannung
  • Intensives Denken an ein Leitmotiv: Ich bin jung, gesund und voller Schwung
  • Lebensmittel

Stress - auch eine Herzensangelegenheit

In den Industriestaaten stirbt ungefähr die Hälfte alle Menschen an den Folgen der Arteriosklerose, vor allem an Herzinfarkt. Das AT kann hier viel entscheidender helfen, als noch vor wenigen Jahren zu vermuten war. Angst, Ärger und Anspannung können die Herzarbeit beeinträchtigen.

Risikofaktoren sind außerdem: Rauchen, hoher Blutdruck, erhöhter Cholesterin - und Blutzuckerspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel.

Heute liegen zahlreiche - von den Kardiologen bestätigte - Beobachtungen vor, die Disstress als einen Hauptfaktor bei der Entstehung des Herzinfarktes ausweisen.

Die geringe Beachtung, die noch bis vor kurzem der emotionale Stress gefunden hat, erklärt sich damit, dass er so schwer nachzuweisen ist. Außerdem scheint der gleiche Stress bei dem einen Menschen einen Herzinfarkt zu fördern, beim anderen dagegen Asthma oder ein Magengeschwür.

Der Herztod kann allen Menschen drohen, die vom Stress des Wohlstandslebens erfasst sind - nicht nur bestimmten Schichtarbeitern und Managern.

Ergebnisse aus den USA waren eindeutig: Wenn der Lebensstandard niedrig ist, wenn die Versuchspersonen darüber hinaus noch schlank sind, nicht rauchen, körperlich arbeiten, sind sie praktisch immun gegen den Herztod.

Angehörige der oberen Einkommensklassen dagegen können ihren Tag mit Gymnastik und Orangensaft beginnen, mageres Steak Färberdistelöl zubereitet und auch sonst noch alles tun, was man als herzfreundliche Lebensweise bezeichnet - sie bleiben herzinfarktgefährdeter als die armen Leute. Die Erklärung heißt Stress, vor allem durch Ehrgeiz und Selbstsucht.

Der moderne Mensch reagiert noch immer wie sein tierischer Urvater aus der Vorzeit. Wenn Gefahr droht, kommt es wie bei jedem anderen vergleichbaren Lebenwesen auch bei ihm zu einer überschießenden Kraftentfaltung und - bereitstellung: die Nebennieren schießen Adrenalin ins Blut. dadurch werden Energien in Muskeln und Gehirn frei, es erfolgt eine blitzartige Mobilmachung aller Körperreserven. Puls, Blutdruck und Atemfrequenz klettern empor, der Magendarmbereich hört schlagartig mit der Verdauungsarbeit auf, aus den Blutreserveräumen werden sofort rote Blutkörperchen zum Einsatz geschickt, die Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxydabgabe erleichtern sollen; auch in der Blutchemie treten bestimmte Veränderungen auf, damit bei evenuellen Verwundungen das Blut schneller gerinnt. Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde ist der Mensch kampf - oder fluchtbereit.

Aber der Mensch kann im Gegensatz zum Tier weder fliehen noch kämpfen, und die frei werdenden Energien richten sich jetzt gegen den eigenen Körper. Häufig kann der Mensch eine wirkliche Gefahr nicht mehr von einer scheinbaren unterscheiden, er fühlt sich oft oder immer bedroht, oder gekränkt, oder frustriert.

Die Mobilmachung verliert ihren eigentlichen Sinn, dennoch wird sie vollzogen. Dass eine solche Belastung dem Körper schaden kann, liegt auf der Hand. Ob es nun nach diesem sehr vereinfacht geschilderten Schema zu einem Herzinfarkt oder zu einer anderen Erkrankung kommt, hängt dann immer noch von vielen anderen Faktoren ab.

Man wird jetzt verstehen, warum das AT so außerordentlich wichtig gerade für Infarktgefährdete ist. Wenn andauernder Stress die Gefäße einengen kann, so kann das AT diesen Prozess verhüten oder verzögern. Günstigenfalls kann er sogar verhindern, dass die Mobilmachung überhaupt eintritt - durch die Resonanzdämpfung grober Affekte.

Das Herz ein Spiegel der Seele - dieses alte Erfahrungswort findet endlich seine wissenschaftliche Anerkennung.

In Kurkliniken für Herzinfarktkranke spielt das AT im Rahmen der Rehabilitation eine wichtige Rolle. Der Patient darf auf keinen Fall so weiter leben wie bisher, er muss lernen, sich von seinem bisherigen leistungsbezogenen Denken und Leben zu distanzieren, sich zu lösen, sein Ziel auch einmal aus dem Auge zu lassen; er muss sich frei machen können.

Das "nervöse" Herz

Bei vielen Menschen machen sich vorübergehend nervöse Herzsensationen bemerkbar, wenn sie unter Druck arbeiten oder unter einem schweren seelischen Druck stehen.

Solche Symptome können schnell wieder verschwinden, vor allem, wenn nichts mehr da ist, was die Betreffenden be - ein - druckt. Aber bei einem nervösen Herzen sind die Beschwerden hartnäckiger. Manchmal kann man sie durch regelmäßig betriebenen Sport verlieren, auch eine Abmagerungskur kann gelegentlich helfen, aber im allgemeinen muss psychotherapeutisch vorgegangen werden.

Als ursächlich Faktoren kommen häufig Schwierigkeiten in Ehe, Beruf, ungelöste Lebensprobleme, Aufregungen und vor allem ängstliche Einstellung in Frage.

Auch Herzrhythmusstörungen sind oft ein Zeichen einer vegatativen Schwäche.

Die Belastung anders verteilen.

Ob wir aber einen Tag positiv oder negativ bewerten, ob wir uns von Menschen Eu- oder Disstress bereiten lassen, ist abhängig von unserer persönlichen Einstellung und unserer Bewertung. In diesem Wissen steckt eine große Chance, wir haben nämlich aktiv Einfluss auf unsere Stressituationen.

Das Autogene Training kann helfen:

  • s.o.
  • bei Asthma
  • bei Kopfschmerzen  / Migräne
  • Heuschnupfen
  • Erkältungen
  • Hauterkrankungen
  • Augen - und Ohrenstörungen
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Wetterfühligkeit
  • Schmerzen
  • Magendarmstörungen
  • Rheumatismus
  • psychischen Stören, nicht aller Art
  • Abbau von Aggressionen
  • Drogen
  • Sexualstörungen
  • Befreiung von Angstzuständen
  • Befreiung von Zwängen

Kein Allheilmittel !!

Wir sind nicht mehr ausgeliefert und brauchen und nicht als Opfer der Umstände zu fühlen.

Wir müssen also aufhören, jeglichen Stress in uns zu verdammen.

Ihr Wissen über Eu - und Disstress macht es möglich, von nun an Stress aufzuteilen und zwei Stresstöpfe zu füllen. Welcher Topf der vollere ist, liegt in Ihrer Hand.

Eustress: Glück, Liebe, Glaube, Zuversicht, Sport

Disstress: Antriebsarmut, Ärger, Leid, Neid, Hass, Angst, Unterdrückung

Stress neu bewerten

Nicht die Probleme machen krank, sondern die Art und Weise, wie ich mit den Problemen umgehen!" Eine interessante Sichtweise des amerikanischen Psychotherapeuten A. Ellis. Ergeht davon aus, dass nicht die Ereignisse die Belastungen darstellen, sondern die Art und Weise unserer Verarbeitung des Erlebten, dass unsere Sichtweise und unsere Bewertung der Dingen die entscheidende Rolle dafür spielen, was in uns Stressreaktionen hervorruft.

Warum bewerten Menschen ein und dasselbe Ereignis völlig unterschiedlich? Was bei dem einen den Puls rasant nach oben jagen lässt, verursacht bei einem anderen ein leichtes Lächeln. was den einen bis zur Weißglut reizt, lässt den anderen völlig kalt. Was für den einen eine Herausforderung bedeutet, lässt den anderen erstarren, bis zur Handlungsunfähigkeit.

Die Perspektive wechseln

Reagieren Personen unterschiedlich auf das selbe Ereignis, kann das verschiedene Ursachen haben. Jeder bringt seine Erfahrungen aus der Vergangenheit mit, das Elternhaus und die Kindheit haben entscheidenden Einfluss auf unser Verhaltensrepertoire. Ob jemand eher arrogant und überheblich wirkt, ob er die Welt nur in Gut und Böse aufteilt und keine Zwischentöne zulässt, ob jemand ständig an sich zweifeln und die Welt durch eine depressive Brille sieht - immer schöpfen wir aus unserem eigenen "Suppentopf". Bekannte, aber leider nicht immer gesunde Handlungsweisen zu verlassen bedeutet, auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus in andere "Suppentöpfe" zu schauen und neue Rezepte auszuprobieren. Eine kleine Übung: Suchen Sie zum besseren Verständnis eine bestimmte Situation aus Ihrem Leben, in der Sie immer in selbstschädigender Weise reagieren. Stellen Sie neben Ihre eigene Bewertung noch mindestens 4 weitere Sichtweisen des gleichen Problems ( Siehe unten ). In scheinbar ausweglosen Situationen ist das eine Möglichkeit, festgefahrene Gedankenabläufe wieder gängig zu machen.

Wie reagieren Sie ?

Ein Beispiel: Eine Feier steht an und muss vorbereitet werden. Verschiedene Reaktionen sind möglich.

So ein Mist, schon wieder muss ich meine Zeit für andere vergeuden. Da kommt mir die Galle hoch (Gefühl: Ärger, Wut )

Oh, was ich jetzt alles erledigen muss. Bestimmt drehen meine Nerven wieder durch (Gefühl: Hysterisch, nervös )

Sicherlich werde ich wieder meine Schmerzen bekommen und  nichts von der Feier haben, na ja, Hauptsache den Gästen geht es gut (Gefühl: depressiv, melancholisch )

Das schaffe ich nie! Ich kann das nicht, ich habe noch nie eine Feier richtig gut gestaltet (Gefühl: Angst, Unsicherheit )

Schön, eine Feier! Gäste fühlen sich immer so wohl bei mir und die Gespräche sind so bereichernd (Gefühl: Freude )

Füllen Sie diese Zeilen mit Ihrer eigenen Bewertung der Situation !!!

In schweren Krisen Hilfe suchen

Sicherlich gelingt Ihnen eine neue Bewertung im Handeln, Fühlen und Denken nicht sofort, aber durch lustvolles Ausprobieren neuer Fertigkeiten erweitern Sie Ihr individuelles Spektrum nach und nach. Sie werden flexibler und können so aus einem größeren Gefühls - und Verhaltensangebot auswählen.

In meinen Kursen befinden sich manchmal Kursteilnehmer, die beim Überdenken ihrer Stressbewertung an ihre Grenzen stoßen. Das ist oft der fall bei zurückliegenden traumatischen Ereignissen, schweren Lebenskrisen, wie Trennung vom Partner oder der Tod eines lieben Menschen. In solchen Lebenskrisen reicht das Erlernen das AT allein meist nicht aus, eine intensive Aufarbeitung und Verarbeitung des Erlebten sind angezeigt. Hierzu für eine gewissen Zeit die professionelle Hilfe eines Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen halte ich für sehr verantwortungsbewusst

Umgeben Sie sich so oft es geht mit Menschen, die eine positive Ausstrahlung haben. Meiden Sie Personen mit negativer Ausstrahlung. Sie geben doch auch keinem Gesunden verdorbenes Essen!

Wir sollten uns niemals anmaßen, den Stresspegel anderer Leute zu beurteilen. Denn wann und warum die Nerven gezerrt werden, ist abhängig vom eigenen Erleben und nicht von den Situationen.

Verspüren Sie beim Testen neuer Verhaltensmuster ein Kribbeln im Körper oder bekommen ein wenig Angst vor Ihrem eigenen Mut, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Neues ist immer mit Lampenfieber verbunden.

Der Weg ist ( auch ) das Ziel

Der unübertroffene Vorteil eines Übungsprozesses ist das Endprodukt, das eigene Ziel.

Dieses ist auf verschiedene Art und Weise zu erreichen. Einmal können Sie eine negative Grundeinstellung einnehmen: " Üben ist immer anstrengend, und außerdem gebe ich immer so schnell auf." Das ist ähnlich, als wenn Sie zu einem Kind sagen, das gefallen ist: "Bleib lieber liegen, du schaffst das Laufen sowieso nicht."

Eine positive Haltung zum Üben einzunehmen heißt: " Ich freue mich, wieder etwas Neues zu erfahren, ich lerne ja schließlich nie aus."

Das gefallene Kind bekommt von Ihnen schließlich auch positive Impulse: " Komm, steh wieder auf, du wirst bald laufen können, versuch es noch einmal."

Profitieren Sie vom Trainingseffekt

Sport ist Gymnastik für unseren Körper. Das AT wird häufig als Gymnastik für die Seele beschrieben. Wenn Sie Sport treiben, kennen Sie schon den Vorteil von regelmäßigem Training. Wenn Sie sich eine gute Kondition antrainiert haben, erzielen Sie nicht nur bei Ihrer Sportart bessere Ergebnisse. Sie kommen auch z.B. beim Treppensteigen nicht so schnell aus der Puste.

Den gleichen Vorteil haben Sie beim AT. Wenn Sie sich über ein diszipliniertes AT - Training eine gute "Seelenkondition" erworben haben, verfügen Sie natürlich auch im Tagesablauf über mehr Ruhe und Gelassenheit und nicht nur, wenn Sie AT tatsächlich üben. Wenn Sie das AT regelmäßig üben, gehört es als zuverlässige Lebenshilfe zu Ihnen, wie auch alles andere, was Sie in Ihrem Leben durch Übung erreicht haben. Sollten Sie das AT einmal aus den Augen verlieren, denken Sie daran, dass es in Ihrem Körper gespeichert ist. Sie brauchen das Gelernte nur wieder aufzufrischen. Radfahren und Schwimmen verlernen Sie ja auch nicht, nur weil Sie längere Zeit nicht geübt haben.

Heyer: Wer gelernt hat, im AT sich zu lassen, der wird gelassen !!!

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Copyright (c) Monika Sangermann
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